Das Etikett gehört zu den kleinsten Bestandteilen eines Kleidungsstücks und verursacht die meisten Probleme. Ein fehlendes oder falsches Etikett kann Ware im Zoll aufhalten, ein Produkt aus dem Verkauf nehmen oder ein Bußgeld nach sich ziehen. Dieser Beitrag gibt einen praktischen Rahmen dafür, was ein Bekleidungsetikett im Allgemeinen tragen muss.
Was muss auf dem Etikett eines Kleidungsstücks stehen? Vier Angaben werden allgemein erwartet: Faserzusammensetzung in Prozent, Pflege- und Waschhinweise, Angaben zu Hersteller oder Importeur sowie die Größe. In vielen Märkten wird zusätzlich die Ursprungsangabe erwartet. Die Einzelheiten hängen vom Absatzland ab.
Zunächst ein Hinweis
Dieser Beitrag ist allgemeine Information und keine Rechtsberatung. Kennzeichnungsvorschriften unterscheiden sich je Land und werden fortlaufend angepasst. Wenn Sie in einen bestimmten Markt verkaufen, prüfen Sie die dort geltenden aktuellen Vorschriften oder ziehen Sie eine Fachperson hinzu.
Auf der Produktionsseite übernehmen wir die korrekte Ausführung des Etiketts; die Letztverantwortung für den Inhalt liegt bei der Marke, die das Produkt in Verkehr bringt.
Faserzusammensetzung
Die grundlegendste Angabe ist, woraus das Produkt besteht. Faserbezeichnungen werden mit Prozentanteilen in absteigender Gewichtsreihenfolge genannt, etwa "95 % Baumwolle, 5 % Elasthan".
In der EU gelten standardisierte Faserbezeichnungen, die in der Sprache des Verkaufslandes erwartet werden. Ein mehrsprachiges Etikett ist für Marken, die in mehrere EU-Länder verkaufen, eine praktische Lösung.
Wie geringe Faseranteile auszuweisen sind und ob Zierbestandteile mitzählen, ist in den Vorschriften geregelt — deshalb ist eine "ungefähre" Angabe riskant.
Pflege- und Waschhinweise
Pflegehinweise werden meist mit fünf Symbolen gegeben: Waschen, Bleichen, Trocknen, Bügeln und professionelle Reinigung. Die Symbole sind international anerkannt und überwinden die Sprachbarriere.
Der Hinweis muss zum Produkt passen. Läuft der Stoff bereits bei 30 Grad ein, ist ein aufgedrucktes 40 auf dem Etikett eine unmittelbare Quelle von Retouren und Beschwerden. Legen Sie den Waschhinweis anhand des Tests am Muster fest — nicht anhand einer Annahme.
Angaben zu Hersteller/Importeur und Ursprung
Name und Kontaktdaten des Unternehmens, das das Produkt in Verkehr bringt, müssen auf dem Etikett oder der Verpackung stehen, damit die Verbraucherseite die verantwortliche Stelle findet.
Die Ursprungsangabe — wo das Produkt gefertigt wurde — wird in vielen Märkten erwartet. "Made in Türkiye" weist auf Fertigung in der Türkei hin und wird im Textilbereich als positives Signal gelesen.
Etikettenarten
Ein Kleidungsstück trägt meist mehrere Etiketten mit jeweils eigener Funktion:
Praktische Empfehlungen
Die meisten Etikettenprobleme lassen sich mit wenigen einfachen Vorkehrungen vermeiden:
Häufige Fragen
Fertigen Sie die Etiketten?
Webetiketten, Pflegeetiketten und Hangtags können wir organisieren. Möchten Sie sie von Ihrem eigenen Lieferanten beistellen, ist das ebenfalls möglich; deren rechtzeitiges Eintreffen wirkt sich dann auf die Lieferzeit aus.
Legen Sie die Pflegehinweise fest?
Wir beraten anhand des Stoffverhaltens, und am Muster kann getestet werden. Die Letztverantwortung für die auf dem Etikett gedruckten Angaben liegt bei der Marke, die das Produkt in Verkehr bringt.
In wie vielen Sprachen muss das Etikett sein?
Jeder Markt hat eigene Regeln. Verkaufen Sie in mehrere EU-Länder, ist ein mehrsprachiges Etikett praktisch. Welche Sprachen erforderlich sind, ist am Zielmarkt zu prüfen.
Kann ein Nackeninnendruck ein Etikett ersetzen?
Er wird häufig anstelle des Markenetiketts eingesetzt und oft bevorzugt, weil er weniger reibt. Das Pflege- und Zusammensetzungsetikett mit den rechtlichen Angaben muss dennoch gesondert vorhanden sein.
